Wien gehört zu den sichersten Hauptstädten Europas — trotzdem werden jedes Jahr tausende Wohnungseinbrüche angezeigt. Laut BKA-Kriminalstatistik gingen die Zahlen während Corona deutlich zurück, steigen seither aber wieder. Welche Bezirke stärker betroffen sind, wann und wie eingebrochen wird — und was das für Ihre Wohnung bedeutet, erklärt dieser Ratgeber mit Blick auf Einbruchschutz in Wien.
Die Entwicklung: Rückgang in der Pandemie, seither wieder steigend
Die Polizeiliche Kriminalstatistik und die Auswertungen des Bundeskriminalamts zeigen für Wien einen klaren Verlauf: Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 sanken die Wohnungseinbrüche spürbar — mehr Menschen waren tagsüber zu Hause, Reisen fielen weg, Gelegenheiten wurden knapp.
Seit dem Ende der Einschränkungen steigen die Fallzahlen wieder, bleiben aber insgesamt unter dem Niveau der Jahre vor der Pandemie. Die exakten Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr; belastbarer sind die Muster dahinter: Einbruch ist in Wien überwiegend eine Gelegenheitstat, konzentriert auf bestimmte Lagen, Zeiten und Gebäudetypen. Eine ausführliche englische Zusammenfassung finden Sie im Artikel Vienna burglary statistics by district.
Welche Bezirke stärker betroffen sind
Ein Blick auf die Statistik zeigt wiederkehrende Muster — kein Bezirk ist frei von Einbrüchen, aber die Verteilung ist ungleich:
- Innenstadt und Gürtelbezirke — der 1. Bezirk sowie die Bezirke 6 bis 9 und 15 weisen historisch höhere Fallzahlen pro Einwohner auf. Dichte Bebauung, viele Erdgeschoß- und Hochparterre-Wohnungen, Altbau-Bestand und hohe Durchgängigkeit spielen zusammen.
- Randbezirke — der 13., 19., 22. und 23. Bezirk verzeichnen weniger Fälle. Dort ist allerdings die Beute pro Einbruch oft höher, weil Einfamilienhäuser und wertvollere Objekte dominieren.
- Bezirk ist zweitrangig — entscheidender als die Adresse sind Zugänglichkeit, Gebäudezustand und sichtbare Sicherung. Einbrecher wählen das leichteste Objekt auf der Straße, nicht den „gefährlichsten" Bezirk.
Wann eingebrochen wird
- Dunkle Monate: Der Schwerpunkt liegt zwischen November und Februar, wenn es früh dunkel wird und leere Wohnungen auffallen. Details im Ratgeber Einbruchssaison Winter in Wien.
- Tageszeit: Am häufigsten wird zwischen 16 und 21 Uhr eingebrochen, wenn die Bewohner noch unterwegs sind, die Straßen aber bereits dunkel.
- Urlaubszeit: Wohnungen, die erkennbar länger leer stehen — volle Briefkästen, geschlossene Jalousien — steigen im Risiko.
Wie eingebrochen wird
Rund 70 bis 80 Prozent der Wiener Wohnungseinbrüche laufen nach demselben Muster ab: Der Täter hebelt mit einem Schraubenzieher ein Fenster, eine Balkon- oder Terrassentür auf — der Vorgang dauert oft unter einer Minute. Nur ein kleiner Teil der Einbrüche geht über die Wohnungstür, und echte „Profis" mit Werkzeug oder krimineller Energie sind die Ausnahme.
Das bedeutet auch: Wenn ein Fenster oder eine Tür Widerstand leistet, brechen die meisten Täter den Versuch nach kurzer Zeit ab — jede Minute bedeutet Lärm und Entdeckungsrisiko.
Was die Zahlen für Ihre Wohnung bedeuten
Die Statistik liefert eine klare Handlungsanleitung, unabhängig vom Bezirk:
- Mechanik zuerst. Sicherheitszylinder, durchgeschraubter Beschlag und Fenstersicherungen verhindern den schnellen Aufhebel-Angriff — die mit Abstand häufigste Methode.
- Gefährdete Öffnungen priorisieren. Erdgeschoß, Hochparterre, Balkonzugang, Keller- und Nebeneingänge zuerst absichern.
- Anwesenheit simulieren. In der dunklen Jahreszeit und im Urlaub: Zeitschaltuhren, Briefkasten leeren lassen.
- Schichten kombinieren. Wer Alarmierung ergänzen will, findet die Grundlagen im Ratgeber Einbruchschutz für die Wohnung in Wien und einen kompakten Überblick in den Top-10-Einbruchschutz-Tipps.
Wann RIVA helfen kann
RIVA kommt zur kostenlosen Sicherheitsanalyse in Ihre Wohnung oder Ihr Haus — in allen 23 Bezirken, von der Inneren Stadt über Favoriten bis Rudolfsheim-Fünfhaus. Wir prüfen Türen, Fenster und Zugänge, ordnen das Risiko für Ihre konkrete Lage ein und erstellen ein verbindliches Angebot. Starten Sie mit dem Einbruchschutz in Wien.
Häufige Fehler
- „Mein Bezirk ist sicher"-Denken — Randbezirke haben weniger Fälle, aber die Beute ist dort oft höher; Statistik schützt keine einzelne Wohnung.
- Statistik lesen statt handeln — wer die Zahlen kennt, aber Zylinder und Fenster ungesichert lässt, hat nichts gewonnen.
- Alarmanlage ohne Mechanik — die Anlage meldet, hält den Einbrecher aber nicht auf; die mechanische Sicherung bleibt die Basis.
- Urlaubszeit ignorieren — voller Briefkasten und dunkle Wohnung sind Einladungen; Anwesenheit simulieren ist gratis.
- Nebeneingänge vergessen — Kellertür, Terrassentür und Gartenweg-Fenster werden angegangen, wenn die Haustür gesichert wirkt.
FAQ
In welchem Wiener Bezirk wird am meisten eingebrochen? Historisch liegen die Innenstadt und die Gürtelbezirke — der 1. sowie der 6. bis 9. und 15. Bezirk — bei den gemeldeten Fällen pro Einwohner vorne. Dichte Bebauung, viele Erdgeschoß-Wohnungen und Altbauten spielen dabei eine größere Rolle als der Ruf des Bezirks.
Welche Wiener Bezirke gelten als am sichersten? Die Randbezirke — etwa der 13., 19., 22. und 23. Bezirk — verzeichnen statistisch weniger Einbrüche. Dort ist die Beute pro Einbruch allerdings oft höher, weil Einfamilienhäuser und wertvollere Objekte dominieren. Ganz frei von Einbrüchen ist kein Bezirk.
Steigen oder sinken die Einbruchszahlen in Wien? Laut BKA-Statistiken gingen die Zahlen während der Corona-Jahre 2020 und 2021 deutlich zurück — mehr Menschen waren zu Hause. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder, bleiben aber unter dem Niveau der Jahre vor der Pandemie. Der genaue Verlauf ändert sich jährlich.
Zu welcher Uhrzeit wird in Wien am häufigsten eingebrochen? Der Schwerpunkt liegt am späten Nachmittag und frühen Abend zwischen etwa 16 und 21 Uhr, besonders in den dunklen Monaten November bis Februar. Auch die Urlaubszeit ist eine Einbruchssaison, wenn Wohnungen erkennbar leer stehen.
Hilft Sicherheitstechnik wirklich gegen Einbruch? Ja. Die große Mehrheit der Wiener Einbrüche sind Gelegenheitstaten mit einfachem Werkzeug — der Täter wählt das leichteste Objekt auf der Straße. Sicherheitszylinder, durchgeschraubter Beschlag und Fenstersicherungen sorgen dafür, dass Ihre Wohnung nicht dieses Objekt ist.
RIVA Sicherheitstechnik, Fachgeschäft Löwengasse 31A, 1030 Wien, seit 1993 — Partner von EVVA, KESO, ASSA Abloy, Mul-T-Lock und JABLOTRON. 24h-Notdienst: +43 1 969 06 38.

